Title: Kapitalstrafrecht
Published: 13. Januar 2021
Last modified: 19. März 2026

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# Kapitalstrafrecht – wir sind Ihre Kanzlei in Köln

Kapitalverbrechen sind **schwerwiegende Straftaten**, die einen erfahrenen Anwalt
für die Verteidigung erfordern. Ursprünglich umfasste der Begriff Straftaten, die
eine Todesstrafe nach sich zogen. Die Todesstrafe ist mittlerweile in Europa abgeschafft,
sodass Kapitalverbrechen vor einem **Schwurgericht** verhandelt werden. Das betrifft
insbesondere versuchte und vollendete **Tötungsdelikte**, bei denen die Rechtsanwälte
unserer [Kanzlei Hatlé & Westkamp](https://www.ra-hatle-westkamp.de/) die Strafverteidigung
übernehmen.

## Was ist ein Kapitalverbrechen?

Im Gerichtsverfassungsgesetz sind Straftaten dann Kapitalverbrechen oder Kapitaldelikte,
wenn sie eng mit der **Tötung oder Körperverletzung** zusammenhängen. Sie erfordern
immer die Anklage der Staatsanwaltschaft und die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht.

Das Schwurgericht ist die erste Instanz bei Kapitalverbrechen und die große Strafkammer
des Landesgerichts. Besetzt ist es in der Praxis mit drei Berufsrichtern und einem
vorsitzenden Richter. Daneben nehmen zwei ehrenamtliche Richter an der Verhandlung
teil. Der Angeklagte wird dabei durch einen Rechtsanwalt verteidigt, der als Pflicht-
oder Wahlverteidiger auftritt, während die Staatsanwaltschaft die Anklage vertritt.

## **Welche Straftaten und Delikte sind Kapitalverbrechen? Hatle & Westkamp Rechtsanwälte in Köln klären auf**

Kapitalverbrechen sind schwere Straftaten, die sich gegen das Leben richten. Daher
ist auch das **Strafmaß** hoch und kann bis zu einer **lebenslänglichen Freiheitsstrafe**
reichen. Betroffen sind insbesondere folgende Delikte:

 * Raub mit Todesfolge
 * Totschlag
 * Mord
 * fahrlässige Tötung
 * Körperverletzung mit Todesfolge

Zögern Sie nicht, uns zu jeder Tag- und Nachtzeit zu kontaktieren! 
** [0221 - 571 435 410 0](https://www.ra-hatle-westkamp.de/kapitalstrafrecht/+492215714354100?output_format=md)**

## **Warum ist es wichtig, bei einem Kapitalverbrechen einen Anwalt für Kapitalstrafrecht zu konsultieren?**

Wenn der Vorwurf des Mordes oder eines anderen Kapitaldeliktes vorliegt, kommen 
viele Fragen auf den Beschuldigten zu, die er nicht alleine beantworten sollte. 
Ein **Fachanwalt für Straf- und Kapitalstrafrecht** übernimmt die Beratung und professionelle
Verteidigung, um die Chancen zu erhöhen, einen Freispruch zu erzielen oder das **
Strafmaß zu mindern**. Bei Fragen kommen Sie auf unsere Kanzlei in Köln zu. 
Bei
einem begangenen Kapitalverbrechen ist immer eine **Pflichtverteidigung** notwendig.
Die Straftat ist schwerwiegend und kann nach dem Strafverfahren unter Umständen 
eine lebenslange Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Es ist wichtig, von vornherein
auf einen erfahrenen Fachanwalt für Kapitalstrafrecht zu setzen. Jeder Beschuldigte
hat das Recht und den Anspruch auf einen Strafverteidiger, bspw. wenn:

 * der Vorwurf des Kapitalverbrechens erhoben wurde
 * bei der Anklage wegen eines Kapitalverbrechens
 * wenn die Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht stattfindet

Wir sind Ihre Anwälte für Strafrecht in Köln Kontaktieren Sie uns!
** [0221 - 571 435 410 0](https://www.ra-hatle-westkamp.de/kapitalstrafrecht/+492215714354100?output_format=md)**

## **FAQ – die wichtigsten Fragen zu Kapitalverbrechen**

Wie unterscheidet sich der Totschlag vom Mord?

Die Abgrenzung zwischen Totschlag und Mord ist nicht immer einfach, jedoch für das
Strafmaß wichtig. Hier spielen die **Mordmerkmale** eine wichtige Rolle, die sich
auf die Tat beziehen, darunter Heimtücke, Habgier oder andere niedere Beweggründe.
Sowohl Mord als auch Totschlag beinhalten, dass der Täter **willentlich** den Tod
eines Menschen herbeigeführt hat. Mord setzt dabei immer **verwerfliche Begleitumstände**
voraus. Ein Totschlag liegt vor, wenn **keine **Mordmerkmale vorliegen.

Wann liegt ein Mord vor?

Mord liegt vor, wenn bestimmte Mordmerkmale zutreffen, die das **Tatmotiv**, spezielle**
Tatmodalitäten** und die **Absicht des Täters** betreffen, einen anderen Menschen
willentlich und brutal zu töten. 

Ausgenutzt werden die Wehr- und Arglosigkeit des Opfers, was unter **Heimtücke**
fällt, beispielsweise, wenn das Opfer schläft oder schutzlos ist. Ein weiteres Mordmerkmal
ist die **Grausamkeit** als unbarmherzige und gefühllose Handlung und Gesinnung 
des Täters. Zu den besonderen Tatmotiven gehören niedere Beweggründe oder **Habgier**,**
Mordlust** oder die Tötung zur **Befriedigung der Geschlechtslust**. 
Das Strafmaß
bei vollendetem Mord ist grundsätzlich die lebenslange Freiheitsstrafe. Dagegen 
wird Totschlag regelmäßig mit einer Freiheitsstrafe **zwischen 5 und 15 Jahren**
geahndet.

Was bedeutet lebenslange Freiheitsstrafe?

Die lebenslange Freiheitsstrafe ist der Freiheitsentzug auf **unbestimmte Zeit**.
In Deutschland und Europa gilt, dass frühestens nach **15 Jahren Haft** ein Anspruch
auf **Bewährung** besteht. Die lebenslange Freiheitsstrafe wird bei Mord ausgesprochen.

Was versteht man unter Tötung auf Verlangen?

Die Tötung auf Verlangen ist die Tötung eines Menschen, der diese ernsthaft und 
ausdrücklich verlangt hat. Sie wird **milder** bestraft, in der Praxis mit einer
Freiheitsstrafe zwischen **6 Monaten und 5 Jahren**. Auch der **Versuch** ist strafbar.
Erfolgt die Tötung auf Verlangen als Totschlag, kann die Freiheitsstrafe nicht unter
5 Jahren liegen. Abgegrenzt wird die Tötung auf Verlangen von der **Beihilfe zum
Selbstmord**.

Wann liegt eine fahrlässige Tötung vor?

Neben Mord und Totschlag gibt es noch die **fahrlässige Tötung**. Diese unterscheidet
sich von dem **willentlichen Akt**, einen Menschen zu töten, darin, dass die Tötung
nicht willentlich herbeigeführt wurde, sondern durch **Handeln** oder **Unterlassen**
vom Täter **in Kauf genommen wurde**. Das Strafmaß ist hier geringer als bei Mord
und Totschlag. Ein Beispiel für die fahrlässige Tötung ist die schuldhafte Herbeiführung
eines Verkehrsunfalls, bei der ein Mensch angefahren und getötet wird.

### Standort

[Mittelstraße 12 - 14
50672 Köln

### Termine nach Vereinbarung

**Erreichbarkeit im BüroMo–Fr 8:00–19:00 Uhr

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